Kimi Räikkönen: Vom Weltmeister zum Gescheiterten? – Eine Lektion über Vertrauen & Hoffnung | Damian Tesch
Shownotes
Was verbindet den Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen mit dem Glauben an Jesus Christus? Damian Tesch nimmt Sie mit auf eine bewegende Reise durch Höhen und Tiefen einer Motorsportkarriere – und zieht Parallelen zu den Herausforderungen unseres eigenen Lebens.
Dieser inspirierende Impuls wurde im Rahmen von Cars and Spirit im Nationalen Automuseum in Ewersbach gehalten. Lassen Sie sich ermutigen, über Vertrauen, Scheitern und die Hoffnung nachzudenken, die über menschliche Enttäuschungen hinausgeht.
💬 Wie sind Ihre Erfahrungen mit Rückschlägen? Teilen Sie sie in den Kommentaren!
Cars & Spirit ist eine Kooperation des Nationalen Auto-Museum mit der Allianz-Mission, der Freien evangelischen Gemeinde Ewersbach, der Evangelischen Gemeinde Ewersbach und der Theologischen Hochschule Ewersbach.
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00:00:00: Speaker: Hallo und herzlich willkommen
00:00:01: Speaker: von mir zu Cars and Spirit,
00:00:03: Speaker: einer wunderbaren Möglichkeit,
00:00:06: Speaker: die das Nationale Automuseum
00:00:07: Speaker: hier in Ebersbach schafft, um
00:00:09: Speaker: einen Boxenstopp einzulegen, um
00:00:11: Speaker: innezuhalten und sich bewusst
00:00:13: Speaker: zwanzig Minuten Zeit zu nehmen,
00:00:15: Speaker: um über das Leben und den
00:00:16: Speaker: Glauben nachzudenken.
00:00:18: Speaker: Ich bin Damian Tesch.
00:00:19: Speaker: Ich studiere hier in Ebersbach
00:00:20: Speaker: an der Theologischen Hochschule
00:00:22: Speaker: gerade im dritten Semester und
00:00:24: Speaker: darf mit Ihnen heute über ein
00:00:25: Speaker: wichtiges Thema zusammen
00:00:26: Speaker: nachdenken.
00:00:28: Speaker: Erst muss ich Sie allerdings hineinnehmen in ein
00:00:30: Speaker: traumatisches Erlebnis, was ich mit ungefähr acht Jahren hatte.
00:00:34: Speaker: Ich war in einem Tierpark
00:00:35: Speaker: unterwegs und mit meiner Mutter,
00:00:37: Speaker: mit meiner Tante und mit meiner
00:00:39: Speaker: Cousine.
00:00:40: Speaker: Ich war so acht Jahre alt und wir waren da unterwegs.
00:00:43: Speaker: Und irgendwann kamen wir an diesen großen Spielplatz.
00:00:46: Speaker: Und natürlich in dem Alter war
00:00:47: Speaker: der Spielplatz das große
00:00:48: Speaker: Highlight und wir bewegen uns
00:00:50: Speaker: alle zu diesem Spielplatz,
00:00:52: Speaker: setzen uns auf die Wippe und es
00:00:53: Speaker: hat alles ganz viel Spaß
00:00:55: Speaker: gemacht.
00:00:55: Speaker: Und dann auf einmal kommt dieser eine, dieses eine traumatische
00:00:58: Speaker: Erlebnis, nämlich meine Cousine, als ich gerade oben war und sie
00:01:03: Speaker: ganz unten war, dachte sie, es wäre jetzt eine kluge
00:01:05: Speaker: Entscheidung, einfach mal ohne Bescheid zu sagen, von der Wippe
00:01:08: Speaker: runter zu gehen.
00:01:10: Speaker: Hat nicht so ganz gut funktioniert.
00:01:12: Speaker: Ich bin dann mit vollem, also
00:01:14: Speaker: mit vollem Schwung
00:01:14: Speaker: runtergeknallt auf den Rücken
00:01:16: Speaker: und ich weiß nicht, ob ich
00:01:17: Speaker: seitdem jemals noch mal so große
00:01:19: Speaker: Rückenschmerzen hatte wie
00:01:20: Speaker: damals.
00:01:20: Speaker: Aber was diese Geschichte für mich gezeigt hat, ist, dass wir
00:01:23: Speaker: im Leben immer wieder angewiesen sind auf andere Menschen.
00:01:27: Speaker: So wie ich in dem Moment
00:01:28: Speaker: angewiesen war auf meine
00:01:30: Speaker: Cousine.
00:01:31: Speaker: Und so ähnlich erlebte es auch
00:01:34: Speaker: der finnische Formel eins
00:01:35: Speaker: Rennfahrer Kimi Räikkönen zu
00:01:38: Speaker: seiner.
00:01:39: Speaker: Zu Beginn seiner Karriere war da ein Mensch, nämlich der Teamchef
00:01:42: Speaker: vom Rennstall Sauber.
00:01:44: Speaker: Dieser sah nach mehreren Probetrainings das große
00:01:47: Speaker: Potenzial in Kimi Räikkönen und er stattete ihn mit einem
00:01:51: Speaker: Vertrag aus für zunächst einmal vier Rennen auf Probe.
00:01:57: Speaker: Raikönnen war also ein Fahrer
00:01:58: Speaker: auf Probe, und vielleicht war
00:01:59: Speaker: der Begriff Probezeit noch nie
00:02:01: Speaker: so angemessen wie an dieser
00:02:02: Speaker: Stelle.
00:02:03: Speaker: Aber damals, im Jahr zwei
00:02:05: Speaker: tausend eins, war es eine große
00:02:06: Speaker: Überraschung, ihm dieses
00:02:08: Speaker: Vertrauen auszusprechen.
00:02:09: Speaker: Es gab so viele andere erfahrene
00:02:12: Speaker: Fahrer, die man hätte holen
00:02:14: Speaker: können, mit denen man vielleicht
00:02:15: Speaker: sogar schneller Erfolg gehabt
00:02:17: Speaker: hätte, die einem schneller eine
00:02:18: Speaker: Konstanz auf der Rennstrecke
00:02:20: Speaker: garantiert hätten.
00:02:22: Speaker: An Raigons Talent glaubte da eigentlich nur der Teamchef.
00:02:27: Speaker: Das ihn in ihn gesetzte
00:02:29: Speaker: Vertrauen, das Zeitrad können
00:02:30: Speaker: dann auch zurück und er sorgte
00:02:32: Speaker: so dafür, dass er mit einem
00:02:33: Speaker: langfristigen Vertrag
00:02:34: Speaker: ausgestattet wurde und sich
00:02:36: Speaker: unter den Fahrern in der Formel
00:02:37: Speaker: eins etablierte.
00:02:40: Speaker: Nach seiner ersten Saison, die er dann auf dem zehnten Platz
00:02:42: Speaker: abgeschlossen hat, wechselte er und machte den nächsten
00:02:46: Speaker: Karriereschritt zu McLaren.
00:02:48: Speaker: Dort machte er sich immer mehr einen Namen, holte zwei tausend
00:02:51: Speaker: drei seinen ersten Rennsieg und wurde im selben Jahr sogar
00:02:54: Speaker: Zweiter in der Gesamtwertung, also Vizeweltmeister hinter
00:02:57: Speaker: bekanntem Michael Schumacher.
00:03:00: Speaker: Im Jahr zwei tausend fünf gelang ihm das noch mal, er wurde
00:03:02: Speaker: wieder Vizeweltmeister und wechselte dann zwei tausend
00:03:05: Speaker: sechs zu Ferrari, um dort Nachfolger des großen Michael
00:03:09: Speaker: Schumacher zu werden, unterschrieb einen Vertrag.
00:03:11: Speaker: Er bekam ein geschätztes Jahr Jahresgehalt von zwei und
00:03:14: Speaker: zwanzig Millionen Euro.
00:03:16: Speaker: Und dann zwei tausend sieben der große Erfolg Kimi Räikkönen wird
00:03:21: Speaker: Formel eins Weltmeister.
00:03:24: Speaker: Im Hintergrund sehen wir auch
00:03:25: Speaker: genau den F. Zwei tausend sieben
00:03:28: Speaker: mit dem Recken dann den Sieg
00:03:29: Speaker: einfuhr.
00:03:30: Speaker: Ein Auto, das sie hier übrigens
00:03:31: Speaker: im Automuseum in der Ausstellung
00:03:32: Speaker: bewundern können.
00:03:35: Speaker: Und vor dem letzten Rennen in dieser Saison, wo er Weltmeister
00:03:38: Speaker: geworden ist, da sieht es gar nicht gut aus.
00:03:40: Speaker: Er liegt in der Gesamtwertung eigentlich sieben Punkte hinter
00:03:42: Speaker: Lewis Hamilton, was bedeutet, dass dieser maximal Sechster
00:03:46: Speaker: werden darf, damit rechnen, überhaupt noch mit einem Sieg
00:03:48: Speaker: selbst an ihm vorbeiziehen kann.
00:03:51: Speaker: Und das Wunder passiert dann.
00:03:52: Speaker: Recon gewinnt dieses Rennen.
00:03:54: Speaker: Hamilton selbst wird nur Siebter.
00:03:56: Speaker: So wird aus dem Fahrer, der
00:03:58: Speaker: vorher zwei tausend eins nur für
00:04:00: Speaker: vier Rennen auf Probe angestellt
00:04:02: Speaker: war, ein neuer Formel eins
00:04:04: Speaker: Champion.
00:04:06: Speaker: Es klingt irgendwie eine
00:04:07: Speaker: Bilderbuch aufstiegskarriere,
00:04:09: Speaker: oder?
00:04:11: Speaker: Aber Raynes Karriere verläuft
00:04:13: Speaker: danach anders, als man es
00:04:16: Speaker: erwarten könnte.
00:04:16: Speaker: Er startet natürlich zwei tausend achtzehn die Saison als
00:04:19: Speaker: der große Titelfavorit.
00:04:21: Speaker: Doch schnell wird klar Er kann
00:04:23: Speaker: seine Leistungen nicht mehr
00:04:24: Speaker: bestätigen.
00:04:25: Speaker: Er wird nur Dritter.
00:04:26: Speaker: Und medial kommen Gerüchte auf,
00:04:28: Speaker: er sei habe ein lustloses
00:04:30: Speaker: Verhalten an den Tag gelegt und
00:04:32: Speaker: hätte Motivationsprobleme.
00:04:35: Speaker: Er verlängerte dann zwar nochmal
00:04:36: Speaker: seinen Vertrag um zwei Jahre bei
00:04:37: Speaker: Ferrari, doch zwei tausend neun
00:04:40: Speaker: trennten sie sich dann in
00:04:42: Speaker: beiderseitigem Einvernehmen und
00:04:43: Speaker: er nach mehreren, indem er mit
00:04:46: Speaker: mehreren Teams noch mal
00:04:47: Speaker: verhandelt hatte, ist am Ende
00:04:50: Speaker: aus der Formel eins
00:04:51: Speaker: ausgeschieden, im Jahr zwei
00:04:52: Speaker: tausend neun.
00:04:53: Speaker: Er wechselte in die Rallyeweltmeisterschaft der
00:04:56: Speaker: Weltmeister von zwei tausend sieben, der schon zwei tausend
00:04:59: Speaker: neun nicht mehr in der Formel eins vertreten war.
00:05:02: Speaker: Er kehrte dann zwei tausend
00:05:03: Speaker: zwölf noch einmal auf die Formel
00:05:04: Speaker: eins Bühne zurück, inklusive
00:05:06: Speaker: Comeback bei Ferrari von zwei
00:05:07: Speaker: tausend vierzehn bis zwei
00:05:08: Speaker: tausend achtzehn.
00:05:09: Speaker: Doch an seine Leistung von zwei
00:05:11: Speaker: tausend sieben kann er nicht
00:05:12: Speaker: mehr anschließen.
00:05:13: Speaker: Er wird zunächst noch Dritter
00:05:15: Speaker: und Vierter und fährt zumindest
00:05:16: Speaker: aufs Podium.
00:05:17: Speaker: Doch irgendwann sind es nur noch die Plätze sechs bis zwölf, bis
00:05:21: Speaker: er dann schließlich seine Karriere zwei tausend ein und
00:05:23: Speaker: zwanzig bei Alfa Romeo beendet.
00:05:27: Speaker: Was lässt sich nun als Fazit ziehen über Räikkönens Karriere?
00:05:31: Speaker: Sicherlich ist er ein Held.
00:05:33: Speaker: Er hat zwei tausend sieben die Weltmeisterschaft gewonnen.
00:05:35: Speaker: Er kann sich selbst Formel eins Weltmeister bei Ferrari nennen.
00:05:40: Speaker: Aber irgendwie bleibt da dieser Makel, dieser Makel, dass er
00:05:43: Speaker: doch irgendwie gescheitert ist.
00:05:45: Speaker: Er ist daran gescheitert, dass
00:05:47: Speaker: er nie seine Leistung von zwei
00:05:50: Speaker: tausend sieben bestätigen
00:05:51: Speaker: konnte.
00:05:51: Speaker: Er konnte sie nie wieder daran anknüpfen.
00:05:56: Speaker: Man kann durchaus berechtigt die
00:05:57: Speaker: Frage stellen Wie wäre es
00:05:59: Speaker: gewesen, wenn er zwei tausend
00:06:00: Speaker: neun einfach seine Formel eins
00:06:01: Speaker: Karriere endgültig beendet
00:06:02: Speaker: hätte?
00:06:03: Speaker: Hätte es dann nicht dieses stetige negative mediale Echo
00:06:07: Speaker: einfach nicht gegeben?
00:06:08: Speaker: Und wer das für ihn nicht einfacher gewesen.
00:06:12: Speaker: Ich glaube, dass Kimi Räikkönen
00:06:14: Speaker: Karriereverlauf nur zu gut
00:06:15: Speaker: zeigt, wie unser Leben so häufig
00:06:18: Speaker: verläuft.
00:06:19: Speaker: Nämlich in verschiedenen Phasen,
00:06:21: Speaker: in Phasen, in denen Menschen an
00:06:22: Speaker: uns glauben.
00:06:23: Speaker: In den Phasen, wo wir den Erfolg spüren und merken, es läuft
00:06:26: Speaker: einfach in der Familie, in der Arbeit, in Freundschaften.
00:06:32: Speaker: Es läuft.
00:06:33: Speaker: Und da haben wir wenige Sorgen, da wir wenig, was uns belastet.
00:06:39: Speaker: Aber was passiert, wenn Phasen kommen, wie sie auch in Kimi
00:06:43: Speaker: Räikkönen Karriere kamen?
00:06:45: Speaker: Wenn wir im Bild von seiner
00:06:46: Speaker: Karriere gesprochen nicht mehr
00:06:48: Speaker: an unsere Leistung anknüpfen
00:06:49: Speaker: können, die wir mal verbracht
00:06:50: Speaker: haben, Was, wenn Zuspruch und
00:06:52: Speaker: Anerkennung, die uns
00:06:55: Speaker: entgegengebracht wurden?
00:06:56: Speaker: Wenn diese Menschen, die das
00:06:58: Speaker: getan haben, auf einmal zu
00:06:59: Speaker: unseren Kritikern werden und uns
00:07:00: Speaker: nicht mehr den Rückenwind geben,
00:07:02: Speaker: den wir so sehr brauchen, dann
00:07:05: Speaker: spüren wir, glaube ich, genau
00:07:06: Speaker: das, was ich erlebt habe, als
00:07:08: Speaker: ich acht war in diesem Tierpark
00:07:10: Speaker: auf dem Spielplatz nämlich eine
00:07:12: Speaker: harte Bruchlandung.
00:07:14: Speaker: Wir merken, dass es keine
00:07:16: Speaker: Selbstverständlichkeit ist, von
00:07:18: Speaker: Menschen bedingungslos geliebt
00:07:19: Speaker: zu werden.
00:07:20: Speaker: Wir suchen nach Halt.
00:07:22: Speaker: Wir suchen nach Balance bei anderen Menschen und müssen
00:07:25: Speaker: immer wieder resignierend feststellen, dass wir von
00:07:28: Speaker: Menschen enttäuscht werden.
00:07:30: Speaker: Vielleicht kennen Sie das.
00:07:32: Speaker: Vielleicht haben Sie schon
00:07:33: Speaker: einmal ihr ganzes Vertrauen auf
00:07:36: Speaker: eine Person gesteckt und sich
00:07:38: Speaker: ganz auf diese Person
00:07:39: Speaker: eingelassen.
00:07:39: Speaker: Sich auch verletzlich gemacht vor dieser Person und erleben
00:07:42: Speaker: müssen, dass diese Person diese Verletzlichkeit nicht erwidert,
00:07:45: Speaker: ja vielleicht dieses Vertrauen sogar ausgenutzt hat.
00:07:50: Speaker: Vielleicht kennen Sie diesen
00:07:51: Speaker: Zerbruch von menschlichen
00:07:52: Speaker: Beziehungen.
00:07:54: Speaker: Ich glaube, dass wir das alle in
00:07:56: Speaker: unserem Leben immer wieder auch
00:07:57: Speaker: erleben.
00:07:58: Speaker: Und wir wissen, wie sehr das weh tut.
00:08:01: Speaker: Und ich glaube, dass wir an
00:08:02: Speaker: diesem Punkt zwei Möglichkeiten
00:08:04: Speaker: haben.
00:08:05: Speaker: Ich glaube, die einfache Möglichkeit ist die eine Wir
00:08:08: Speaker: können uns resigniert hinstellen, können sagen Wir
00:08:11: Speaker: haben es versucht.
00:08:12: Speaker: Wir haben mit Menschen versucht klarzukommen.
00:08:15: Speaker: Aber wir haben gemerkt diese
00:08:16: Speaker: Menschen haben unser Vertrauen
00:08:17: Speaker: nicht erwidert.
00:08:18: Speaker: Diese Menschen haben unser Vertrauen gebrochen und deswegen
00:08:22: Speaker: kann ich nicht mehr.
00:08:22: Speaker: Ich will nicht mehr und ich ziehe mich einfach zurück.
00:08:26: Speaker: Wem kann ich denn noch vertrauen?
00:08:29: Speaker: Und ich glaube, die zweite
00:08:30: Speaker: Möglichkeit ist eine
00:08:32: Speaker: hoffnungsvolle Perspektive, die
00:08:34: Speaker: mit einer Einladung verbunden
00:08:36: Speaker: ist.
00:08:36: Speaker: Eine Einladung, die uns Gott in Jesus Christus gemacht hat.
00:08:40: Speaker: Jesus ist nämlich genau in
00:08:42: Speaker: diesen Zerbruch der Welt
00:08:43: Speaker: hineingekommen.
00:08:46: Speaker: Und dieser Zerbruch ist genau dadurch entstanden, dass es die
00:08:49: Speaker: Menschen immer wieder auf eigene Faust versucht haben.
00:08:54: Speaker: Jesus streckt jedem von uns die
00:08:56: Speaker: Hand entgegen und er streckt uns
00:08:59: Speaker: die Hand aus, dass wir sie
00:09:01: Speaker: ergreifen können.
00:09:03: Speaker: Durch seinen Tod am Kreuz und
00:09:04: Speaker: seine Auferstehung hat er den
00:09:05: Speaker: Weg für sie und für mich
00:09:07: Speaker: freigemacht.
00:09:09: Speaker: Und ich glaube, wir schaffen das
00:09:11: Speaker: nicht aus uns selbst heraus, Was
00:09:13: Speaker: wir aus Kimi Räikkönen Karriere
00:09:14: Speaker: lernen dürfen, ist, dass es auf
00:09:17: Speaker: andere ankommt.
00:09:19: Speaker: Wenn der Teamchef ihm damals
00:09:21: Speaker: nicht die Chance gegeben hätte,
00:09:22: Speaker: nicht die Möglichkeit gegeben
00:09:24: Speaker: hätte, die vier Rennen auf
00:09:25: Speaker: Probezeit zu fahren, um dann zu
00:09:28: Speaker: beweisen, dass er ein guter
00:09:30: Speaker: Formel eins Fahrer sein kann,
00:09:31: Speaker: wäre er womöglich nie
00:09:33: Speaker: Weltmeister geworden.
00:09:37: Speaker: Genauso glaube ich, dass wie
00:09:39: Speaker: dieser Teamchef Kimi Räikkönen
00:09:41: Speaker: vertraut, hat auch Gott uns
00:09:44: Speaker: vertraut.
00:09:46: Speaker: Genauso wie der Teamchef an Kimi
00:09:48: Speaker: Räikkönen geglaubt hat, glaubt
00:09:49: Speaker: Gott auch an uns und spricht uns
00:09:52: Speaker: einen Wert zu, der unabhängig
00:09:54: Speaker: davon ist.
00:09:55: Speaker: Um in dem Bild von Kimi
00:09:56: Speaker: Räikkönen skarriere zu bleiben
00:09:57: Speaker: Ob wir Weltmeister werden oder
00:09:58: Speaker: nicht.
00:10:00: Speaker: Ich weiß nicht, ob Sie an Jesus Christus glauben, aber ich weiß,
00:10:04: Speaker: dass er sie immer, immer an Sie glaubt, auch wenn das manchmal
00:10:09: Speaker: kein anderer zu tun scheint.
00:10:13: Speaker: Tut er das?
00:10:14: Speaker: Und wenn Sie hier gleich aus dem
00:10:15: Speaker: Kinosaal herausgehen, dann
00:10:17: Speaker: wünsche ich mir, dass Sie eine
00:10:19: Speaker: Botschaft mitnehmen.
00:10:20: Speaker: Diese eine Botschaft ist Jesus glaubt an mich.
00:10:24: Speaker: Jesus glaubt an sie.
00:10:25: Speaker: Egal, wie viele Menschen gerade
00:10:27: Speaker: an sie glauben oder nicht
00:10:29: Speaker: glauben.
00:10:30: Speaker: Und er spricht Ihnen und mir zu.
00:10:33: Speaker: Du bist mein geliebtes Kind.
00:10:35: Speaker: Und daran wird sich nie, nie etwas ändern.
00:10:40: Speaker: Dieser Jesus lädt uns ein, unseren Wert nicht von uns und
00:10:43: Speaker: auch nicht von anderen abhängig zu machen, sondern allein von
00:10:46: Speaker: ihm, Weil er uns einen Wert zuspricht, der uns Hoffnung
00:10:49: Speaker: schenkt, der nach vorne schaut.
00:10:53: Speaker: Dieser Jesus lädt uns ein, unseren Wert eben nicht von
00:10:56: Speaker: anderen abhängig zu machen, sondern von ihm.
00:10:58: Speaker: Und er ist es, der an unserer Seite bleibt, wenn auch wenn
00:11:03: Speaker: sich alle von uns abwenden.
00:11:05: Speaker: Er ist der, der an unserer Seite bleibt, auch wenn sich alle
00:11:08: Speaker: anderen von uns abwenden.
00:11:09: Speaker: Und er bleibt auch wenn du nicht Weltmeister bist.
00:11:13: Speaker: Er bleibt, auch wenn Menschen um dich herum nicht mehr das
00:11:17: Speaker: Positive in dir erkennen.
00:11:18: Speaker: Auch dann bleibt er an unserer Seite.
00:11:21: Speaker: Ich bete noch.
00:11:24: Speaker: Herr, ich danke dir so sehr für
00:11:25: Speaker: diesen Sonntag und ich danke
00:11:27: Speaker: dir, dass wir uns zwanzig
00:11:29: Speaker: Minuten Zeit nehmen dürfen, um
00:11:31: Speaker: zur Ruhe zu kommen und uns
00:11:33: Speaker: Gedanken zu machen über, ja,
00:11:36: Speaker: über unser Leben, über den
00:11:38: Speaker: Glauben und was du uns in diesem
00:11:40: Speaker: Glauben verheißt und was du uns
00:11:41: Speaker: in diesem Glauben schenken
00:11:42: Speaker: möchtest.
00:11:44: Speaker: Ich danke dir so sehr, dass du
00:11:46: Speaker: uns einen Wert zuspricht, der
00:11:47: Speaker: nicht davon abhängig ist, was
00:11:48: Speaker: wir machen, was wir tun, sondern
00:11:51: Speaker: der allein davon abhängig ist,
00:11:53: Speaker: dass du sagst, was unser Wert
00:11:54: Speaker: ist, weil du uns das in deiner
00:11:57: Speaker: Gnade schenkst.
00:11:58: Speaker: Und ich bitte dich einfach, dass
00:12:00: Speaker: wir diesen Gedanken mitnehmen
00:12:02: Speaker: dürfen und dass du diesen
00:12:03: Speaker: Gedanken in uns bewegst und dass
00:12:05: Speaker: du uns aufzeigst, was das mit
00:12:07: Speaker: uns macht.
00:12:08: Speaker: Und ich bitte dich, dass du diesen Sonntag segnest und dass
00:12:13: Speaker: wir noch einen richtig schönen Sonntag erleben dürfen.
00:12:16: Speaker: Amen.