Ferraris mutiger Neuanfang – Was der Dino 246 SP mit Ihrem Leben zu tun hat | Michael Schroth

Shownotes

Was hat ein Ferrari mit Ihrem Leben zu tun? Im Nationalen Automuseum erzählt Michael Schroth die eindrucksvolle Geschichte des Ferrari Dino 246 SP – dem ersten Mittelmotor-Sportwagen von Ferrari, der gegen Enzo Ferraris eigenen Leitsatz entstand. Doch es geht um mehr als Technik: Der Vortrag verbindet den Mut zur Veränderung in der Automobilgeschichte mit der tiefen Sehnsucht nach einem Neuanfang im eigenen Leben. Lassen Sie sich inspirieren – von Rennlegenden, Glaubenssätzen und einem Gott, der echte Veränderung möglich macht.

📍 Veranstaltung im Nationalen Automuseum

💬 Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren – wo riecht Ihr Leben nach Aufbruch?

Cars & Spirit ist eine Kooperation des Nationalen Auto-Museum mit der Allianz-Mission, der Freien evangelischen Gemeinde Ewersbach, der Evangelischen Gemeinde Ewersbach und der Theologischen Hochschule Ewersbach.

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00:00:01: Speaker: Herzlich. Herzlich willkommen zu Cars and Spirit.

00:00:06: Speaker: Mein Name ist Michael Schrott.

00:00:08: Speaker: Ich bin Professor für Praktische Theologie hier in Ebersbach an

00:00:11: Speaker: der Theologischen Hochschule.

00:00:13: Speaker: Und ich mache mein Mikro noch ein.

00:00:16: Speaker: Danke.

00:00:17: Speaker: So. Ich hoffe, Sie konnten Ihren Besuch bisher hier genießen.

00:00:23: Speaker: Konnten über unglaubliche

00:00:26: Speaker: Technik staunen, gutes Design

00:00:28: Speaker: genießen, so manche spannende

00:00:30: Speaker: Geschichte hören.

00:00:31: Speaker: Es gibt eine Geschichte hinter

00:00:33: Speaker: einem dieser Autos hier im

00:00:35: Speaker: Museum, die mich besonders

00:00:37: Speaker: beeindruckt.

00:00:39: Speaker: Und das Auto dazu seht ihr gleich hier.

00:00:42: Speaker: Es geht um den Ferrari zwei hundert sechs und vierzig SP.

00:00:46: Speaker: Auch genannt Dino Dino.

00:00:48: Speaker: Das war der Spitzname des Sohnes von Enzo Ferrari.

00:00:51: Speaker: Also er hieß eigentlich Alfredo.

00:00:53: Speaker: Aber dann ging es schnell zu Alfred, Dino und Dino.

00:00:56: Speaker: Deswegen Dino, warum beeindruckt mich dieses Auto.

00:01:01: Speaker: Das hat weniger damit zu tun,

00:01:03: Speaker: dass ich eigentlich schon seit

00:01:04: Speaker: ich denken kann, Ferrari Fan

00:01:05: Speaker: bin.

00:01:06: Speaker: Also mein kleiner Bruder und

00:01:07: Speaker: ich, wir hatten uns das ganz gut

00:01:08: Speaker: aufgeteilt.

00:01:08: Speaker: Er war bei den Silberpfeilen.

00:01:10: Speaker: Bei mir musste es rot sein.

00:01:13: Speaker: Das ist nicht der Grund.

00:01:15: Speaker: Mich beeindruckt vielmehr, wie

00:01:16: Speaker: es zu diesem Wagen, zu diesem

00:01:18: Speaker: zwei hundert sechs und vierzig

00:01:20: Speaker: SP kam.

00:01:22: Speaker: Es gibt ja diesen berühmten Satz

00:01:23: Speaker: von Enzo Ferrari Die Pferde

00:01:26: Speaker: ziehen den Wagen, sie schieben

00:01:29: Speaker: ihn nicht.

00:01:31: Speaker: Mit diesem Satz hatte Enzo

00:01:32: Speaker: Ferrari klargestellt, wo der

00:01:36: Speaker: Motor im Auto hingehört, nämlich

00:01:38: Speaker: nach vorne.

00:01:40: Speaker: Wie die Pferde bei einer Kutsche.

00:01:43: Speaker: Er wehrte sich damit gegen den aufkommenden Trend.

00:01:47: Speaker: Naja, hinter dem Fahrer und vor

00:01:49: Speaker: der Vorderachse einen Motor zu

00:01:51: Speaker: verbauen.

00:01:53: Speaker: Aber Enzo Ferrari war sich sicher So geht das nicht.

00:01:57: Speaker: Und auch vom Look her so Susan Ferrari einfach nicht aus.

00:02:01: Speaker: Die Konkurrenz.

00:02:02: Speaker: Die sah das ganz anders.

00:02:03: Speaker: Die setzt inzwischen auf

00:02:04: Speaker: Mittelmotoren und sah da

00:02:06: Speaker: deutliche Vorteile.

00:02:07: Speaker: Klar, das Gewicht ist so in der

00:02:09: Speaker: Mitte konzentriert, das Fahrzeug

00:02:11: Speaker: kann leichter und schneller die

00:02:12: Speaker: Richtung wechseln, das Handling

00:02:14: Speaker: ist besser und auch die Traktion

00:02:17: Speaker: am Heck kann sich erhöhen und

00:02:19: Speaker: dadurch kann es dem Fahrzeug

00:02:20: Speaker: besser gelingen.

00:02:20: Speaker: So sind die eigene Leistung umzusetzen und wahrscheinlich

00:02:24: Speaker: ahnte man bei Ferrari irgendwann doch etwas von diesen Vorteilen.

00:02:29: Speaker: Wahrscheinlich gab es doch so was wie so eine Ahnung.

00:02:32: Speaker: Vielleicht könnte doch mehr

00:02:34: Speaker: möglich sein, so dass Ferrari

00:02:37: Speaker: dann zur großen Überraschung der

00:02:39: Speaker: Sportwelt neunzehn hundert ein

00:02:43: Speaker: und sechzig seinen ersten

00:02:44: Speaker: Sportwagen mit Mittelmotor

00:02:46: Speaker: präsentierte.

00:02:48: Speaker: Er trägt das Anhängsel SP für Sport Prototyp.

00:02:52: Speaker: Das Auto war also ein erster Versuch.

00:02:55: Speaker: Aber was für einer.

00:02:58: Speaker: Ein Versuch, der schon im

00:02:59: Speaker: zweiten Renneinsatz auf der

00:03:01: Speaker: Targa Florio überzeugte und

00:03:03: Speaker: gewann.

00:03:03: Speaker: Weitere Versuche und weitere Rennerfolge sollten folgen.

00:03:07: Speaker: Es entwickelte sich eine

00:03:09: Speaker: Erfolgsgeschichte

00:03:09: Speaker: sondergleichen.

00:03:10: Speaker: Und heute wäre Ferrari ohne

00:03:12: Speaker: diese Mittelmotoren kaum mehr

00:03:14: Speaker: denkbar.

00:03:17: Speaker: Also eine wirklich nachhaltige Veränderung.

00:03:22: Speaker: Und dass das so kam, das ist

00:03:24: Speaker: alles andere als

00:03:25: Speaker: selbstverständlich.

00:03:25: Speaker: Und jetzt komme ich dazu, Warum mich das so beeindruckt.

00:03:28: Speaker: Ich forsche und lehre hier an der Hochschule unter anderem zu

00:03:32: Speaker: Veränderungsprozessen in Kirchen und Gemeinden und Projekten.

00:03:36: Speaker: Und ich habe deshalb sehr gut

00:03:38: Speaker: vor Augen, woran so

00:03:39: Speaker: Veränderungsprozesse alles

00:03:40: Speaker: scheitern können.

00:03:42: Speaker: Und das ist gar nicht so viel

00:03:43: Speaker: anders wie in anderen

00:03:44: Speaker: Organisationen auch.

00:03:45: Speaker: Ja, manchmal ist der

00:03:46: Speaker: Leidensdruck nicht groß genug

00:03:48: Speaker: oder die Angst vor dem Risiko

00:03:50: Speaker: nimmt überhand.

00:03:51: Speaker: Die Bremser bremsen,

00:03:53: Speaker: Entwicklungsprozesse stagnieren,

00:03:54: Speaker: Ressourcen fehlen.

00:03:56: Speaker: Oder es gibt ebenso

00:03:57: Speaker: Glaubenssätze wie der von Enzo

00:04:00: Speaker: Ferrari.

00:04:01: Speaker: Die sitzen in Köpfen und Herzen

00:04:03: Speaker: fest und zementieren den Status

00:04:05: Speaker: quo.

00:04:06: Speaker: Und am Ende bleibt dann doch alles beim Alten.

00:04:10: Speaker: Für ein Unternehmen wie Ferrari

00:04:11: Speaker: kam dann ja in ökonomischer

00:04:13: Speaker: Hinsicht noch dazu, dass ja in

00:04:15: Speaker: diesen alten Frontmotor

00:04:17: Speaker: unglaublich viele

00:04:18: Speaker: Konstrukteursstunden, viel

00:04:19: Speaker: Material, viel Tüftelei, also am

00:04:22: Speaker: Ende auch richtig viel Geld

00:04:23: Speaker: geflossen sind.

00:04:25: Speaker: Und das jetzt alles aufgeben und in einer gewissen Hinsicht

00:04:28: Speaker: nochmal von vorne anfangen.

00:04:30: Speaker: Dass das gelingt, ist wirklich unwahrscheinlich.

00:04:34: Speaker: Und genau deswegen finde ich dieses Auto so faszinierend.

00:04:37: Speaker: Weil es davon zeugt, wie bei

00:04:39: Speaker: Ferrari ein ziemlich

00:04:41: Speaker: unwahrscheinlicher Neuanfang

00:04:43: Speaker: gelungen ist.

00:04:44: Speaker: Und das auch noch gegen diesen Glaubenssatz von Enzo Ferrari.

00:04:47: Speaker: Die Pferde ziehen den Wagen, sie schieben ihn nicht.

00:04:52: Speaker: Und vielleicht Leicht.

00:04:54: Speaker: Kennen Sie diese Frage nach Veränderung aus Ihrem Leben?

00:04:59: Speaker: Der Klassiker schlechthin sind

00:05:00: Speaker: an der Stelle ja die

00:05:01: Speaker: Neujahrsvorsätze.

00:05:03: Speaker: Man hat den Eindruck, so ein

00:05:04: Speaker: entferntes Gefühl, Na ja, da

00:05:07: Speaker: sollte ich jetzt vielleicht mal

00:05:08: Speaker: was ändern, vielleicht mehr

00:05:10: Speaker: Sport treiben oder weniger

00:05:12: Speaker: Alkohol trinken.

00:05:13: Speaker: Und die Halbwertszeit dieser Vorhaben ist bekannt.

00:05:17: Speaker: Das ist nicht ganz untypisch für Veränderungsprozesse.

00:05:20: Speaker: Am Ende landet die

00:05:21: Speaker: Mitgliedschaftskarte für das

00:05:22: Speaker: Fitnessstudio in irgendeiner

00:05:24: Speaker: Schublade und gibt einem

00:05:25: Speaker: vielleicht noch so ein vages,

00:05:26: Speaker: gutes Gefühl.

00:05:27: Speaker: Ich könnte ja hingehen, wenn ich denn wollte.

00:05:31: Speaker: Auch im persönlichen Leben ist

00:05:33: Speaker: es realistisch gesehen erstmal

00:05:34: Speaker: eher unwahrscheinlich, dass

00:05:36: Speaker: Veränderungen gelingen.

00:05:39: Speaker: Und auch die Ratgeberbranche, die verdient an diesem dauernden

00:05:43: Speaker: an sich selbst scheitern ja viel, viel Geld.

00:05:47: Speaker: Vielleicht braucht man nur noch mal einen neuen Tipp.

00:05:50: Speaker: Trotzdem gibt es ja immer

00:05:53: Speaker: wieder, mal mehr, mal weniger

00:05:56: Speaker: diese Ahnung, dass anderes

00:05:58: Speaker: möglich wäre.

00:06:00: Speaker: So eine vage Sehnsucht nach einem Neuanfang.

00:06:04: Speaker: Die Sehnsucht nach einem

00:06:05: Speaker: anderen, vielleicht irgendwie

00:06:08: Speaker: neuen Leben.

00:06:10: Speaker: Der Soziologe Hartmut Rosa schreibt sogar, dass das eines

00:06:15: Speaker: der typischen Phänomene unserer Zeit ist, in der wir leben.

00:06:19: Speaker: Er schreibt davon, dass wir uns

00:06:20: Speaker: entfremdet fühlen, entfremdet

00:06:24: Speaker: von uns selbst, entfremdet von

00:06:25: Speaker: unseren Mitmenschen, entfremdet

00:06:27: Speaker: von den Dingen und der Welt um

00:06:28: Speaker: uns herum.

00:06:30: Speaker: Dass wir irgendwie abgestumpft,

00:06:32: Speaker: verhärtet, gelangweilt, träge

00:06:35: Speaker: den Kontakt zum Leben verloren

00:06:37: Speaker: haben.

00:06:39: Speaker: Aber er schreibt eben auch

00:06:40: Speaker: davon, dass es so eine Ahnung

00:06:42: Speaker: gibt, eine Ahnung, dass Leben

00:06:45: Speaker: mehr sein könnte, als zu

00:06:47: Speaker: funktionieren, als sich die Welt

00:06:49: Speaker: und andere Menschen nur gefügig

00:06:51: Speaker: zu machen.

00:06:52: Speaker: Seine vage Sehnsucht danach,

00:06:54: Speaker: endlich aus der Prägung solcher

00:06:56: Speaker: alten Glaubenssätze

00:06:57: Speaker: auszubrechen.

00:06:59: Speaker: Sätze wie Du darfst niemandem

00:07:02: Speaker: vertrauen oder Niemand mag dich

00:07:08: Speaker: oder Du bist nicht genug oder Du

00:07:14: Speaker: gehörst nicht dazu oder Du bist

00:07:18: Speaker: nicht schön.

00:07:20: Speaker: Sätze, die prägen und in die Entfremdung führen.

00:07:26: Speaker: Auch der christliche Glaube

00:07:27: Speaker: kennt diese Sehnsucht, diese

00:07:29: Speaker: Ahnung, dass mehr im Leben

00:07:31: Speaker: stecken könnte.

00:07:33: Speaker: Er kennt diesen Wunsch nach Veränderung, diese vage Hoffnung

00:07:37: Speaker: auf einen Neuanfang.

00:07:40: Speaker: In der christlichen Tradition

00:07:42: Speaker: gibt es dafür den alten Begriff

00:07:44: Speaker: der Umkehr.

00:07:46: Speaker: Umkehr, das kann verstaubt

00:07:49: Speaker: klingen, weckt vielleicht ganz

00:07:50: Speaker: unterschiedliche Assoziationen.

00:07:52: Speaker: So vom Navi auf der Autobahn,

00:07:53: Speaker: das sagt bitte umkehren bis hin

00:07:55: Speaker: zu irgendwelchen

00:07:56: Speaker: mittelalterlichen

00:07:57: Speaker: Selbstgeißelungen.

00:07:59: Speaker: Ich verbinde mit diesem Wort ein sehr kraftvolles Bild, das schon

00:08:03: Speaker: viele, viele Jahre mit mir geht.

00:08:04: Speaker: Und das will ich euch einmal mitgeben.

00:08:07: Speaker: Umkehr, das ist so, wie wenn ich

00:08:12: Speaker: an so einem Sommertag eine

00:08:13: Speaker: Straße entlanggehe und dann

00:08:16: Speaker: passiert, was mir irgendwie

00:08:17: Speaker: immer wieder passiert Es riecht

00:08:20: Speaker: nach Gegrilltem, nach einem

00:08:23: Speaker: Steak, Mais, Würstchen

00:08:25: Speaker: vielleicht.

00:08:26: Speaker: Vielleicht sogar Spareribs.

00:08:28: Speaker: Die kommen bei mir besonders gerne drauf.

00:08:31: Speaker: Am Ende ist aber fast egal, was

00:08:34: Speaker: genau da auf dem Grill liegt,

00:08:35: Speaker: denn dieser Duft ist

00:08:37: Speaker: unverwechselbar und meine fast

00:08:40: Speaker: automatische Reaktion in dieser

00:08:42: Speaker: Situation.

00:08:43: Speaker: Ich halte die Nase in den Wind

00:08:45: Speaker: schnupper und drehe mich dahin,

00:08:47: Speaker: wo dieser betörende Duft

00:08:49: Speaker: herkommt.

00:08:49: Speaker: Ich gehe darauf zu.

00:08:52: Speaker: Und genau das ist ein hervorragendes Bild für Umkehr.

00:08:57: Speaker: Klar, in der Tradition gehören Zermürbung, Scham und

00:09:00: Speaker: Schuldeingeständnis auch dazu.

00:09:02: Speaker: Aber der Ursprungsmoment, das Ursprungsmoment der Umkehr, ist

00:09:06: Speaker: da riecht es plötzlich, vielleicht ganz unverhofft, nach

00:09:12: Speaker: vollem, nach gutem Leben.

00:09:14: Speaker: Da lockt ein Festmahl, da duftet fein Gegrilltes.

00:09:18: Speaker: Umkehr ist, wenn sie sich dahin drehen, wo es nach dem Guten,

00:09:23: Speaker: dem Vollen oder in der Sprache des christlichen Glaubens, dem

00:09:27: Speaker: ewigen Leben duftet.

00:09:30: Speaker: Sie lockt zu einem resonanten

00:09:32: Speaker: Leben, einem Leben in tiefem

00:09:34: Speaker: Kontakt, in echter Beziehung,

00:09:37: Speaker: ein Leben in echter Beziehung zu

00:09:40: Speaker: meinen Mitmenschen.

00:09:44: Speaker: Sie lockt zu einem neuen Verhältnis zu mir selbst.

00:09:46: Speaker: Und sie lockt in echte Beziehung

00:09:48: Speaker: zu Gott, einem Gegenüber, das

00:09:51: Speaker: alles übersteigt, was ich mir so

00:09:52: Speaker: denken kann und gleichzeitig mir

00:09:54: Speaker: so nahe kommt, dass ich zu ihm

00:09:56: Speaker: sprechen kann.

00:09:58: Speaker: Der christliche Glaube ist tief

00:10:00: Speaker: geprägt von der Überzeugung,

00:10:01: Speaker: dass Neuanfang möglich ist, dass

00:10:04: Speaker: die Sehnsucht nicht nur

00:10:05: Speaker: Sehnsucht bleiben muss und bald

00:10:06: Speaker: irgendwo wieder in der Schublade

00:10:08: Speaker: verschwindet.

00:10:09: Speaker: Der christliche Glauben ist

00:10:11: Speaker: nicht denkbar ohne die Idee,

00:10:12: Speaker: dass es Neuanfänge gibt gegen

00:10:14: Speaker: alle Wahrscheinlichkeiten.

00:10:16: Speaker: Und das vielleicht

00:10:17: Speaker: Faszinierendste dabei ist und

00:10:21: Speaker: das ist jetzt der große

00:10:22: Speaker: Unterschied Die Bibel spricht

00:10:25: Speaker: davon, dass Gott selbst solche

00:10:27: Speaker: Veränderungen schafft.

00:10:30: Speaker: Da steht Ich will euch ein neues

00:10:33: Speaker: Herz und einen neuen Geist

00:10:34: Speaker: geben.

00:10:35: Speaker: Ja, ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und gebe

00:10:39: Speaker: euch ein lebendiges Herz.

00:10:42: Speaker: Gott selbst schafft Veränderung.

00:10:45: Speaker: Das ist der große Unterschied zu sämtlichen Optimierungsratgebern

00:10:49: Speaker: oder auch zu der Hürde, die Ferrari nehmen musste.

00:10:53: Speaker: Die mussten das ja irgendwie

00:10:54: Speaker: selber auf die Kette bekommen,

00:10:55: Speaker: die mussten das irgendwie selbst

00:10:57: Speaker: schaffen.

00:10:59: Speaker: Der christliche Glaube spricht

00:11:00: Speaker: davon, dass Gott es ist, der

00:11:02: Speaker: Neuanfänge schenkt.

00:11:04: Speaker: Ganz große, einmalige

00:11:06: Speaker: Neuanfänge, aber auch viele

00:11:08: Speaker: kleine.

00:11:09: Speaker: Denn zu Veränderungen im Leben gehört beides dazu.

00:11:13: Speaker: Gott selbst ist es, der Mut schenkt, neue Wege zu riskieren.

00:11:18: Speaker: Gott selbst ist es, der

00:11:19: Speaker: Ressourcen gibt, die

00:11:21: Speaker: Veränderungen möglich machen und

00:11:23: Speaker: der dir Menschen an die Seite

00:11:25: Speaker: stellt, die dich darin

00:11:26: Speaker: begleiten.

00:11:27: Speaker: Gott selbst ist es, der dir ein

00:11:30: Speaker: neues Herz schenkt und der alte

00:11:33: Speaker: Glaubenssätze durchbricht, ihnen

00:11:36: Speaker: widerspricht und neue Sätze zu

00:11:39: Speaker: dir spricht.

00:11:40: Speaker: Du bist gewollt.

00:11:43: Speaker: Du bist genug.

00:11:46: Speaker: Du gehörst zu mir.

00:11:49: Speaker: Du bist schön.

00:11:53: Speaker: Und wenn du vielleicht diese

00:11:55: Speaker: Sehnsucht in dir spürst, diese

00:11:57: Speaker: Ahnung, dass da anderes sein

00:11:59: Speaker: könnte.

00:12:01: Speaker: Wenn du die Nase so in den Wind

00:12:02: Speaker: hältst wie an einem Sommertag

00:12:04: Speaker: und den Eindruck hast, dass es

00:12:06: Speaker: da nach Leben riecht, ganz egal

00:12:08: Speaker: ob zum allerersten Mal oder zum

00:12:10: Speaker: wiederholten Mal, dann kannst du

00:12:12: Speaker: gleich in einer kurzen Stille

00:12:16: Speaker: ganz schlicht die alten Worte

00:12:18: Speaker: aus Psalm ein und fünfzig zu

00:12:20: Speaker: Gott sprechen.

00:12:22: Speaker: Du kannst mit diesen Worten

00:12:23: Speaker: beten, die schon so viele

00:12:25: Speaker: gebetet haben.

00:12:27: Speaker: Vorne an der Leinwand stehen sie auch Schaffe in mir Gott ein

00:12:32: Speaker: reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

00:12:37: Speaker: Schaffe in mir Gott ein reines

00:12:39: Speaker: Herz und gib mir einen neuen,

00:12:42: Speaker: beständigen Geist.

00:12:43: Speaker: Amen.